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IELTS Englisch-Test – Wichtige Tips zur Vorbereitung

Jan 2011
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Wer jemals mit einem Auslandsaufenthalt an einer Universität im englischsprachigen Ausland geliebäugelt hat, kennt mit Sicherheit die nervenaufreibenden Bewerbungsverfahren. Eine besonders kostspielige und zeitraubende Angelegenheit ist das Ablegen eines Englisch-Tests. Nahezu alle Universitäten im englischsprachigen Raum verlangen heutzutage einen standardisierten Nachweis der Sprachkenntnisse – meist den „TOEFL“ oder den „IELTS“. Die folgenden Ratschläge beziehen sich auf den IELTS-Test und sollen in knapper Form darstellen, wie man sich zielgerichtet auf hohe Punktzahlen vorbereiten kann.

Ein generell gutes Sprachverständnis sei hierbei vorausgesetzt – ist dies nicht vorhanden, wird es auch in wenigen Tagen/Wochen nicht erlernbar sein. Dann ist es besser, dieses langfristig z. B. mit Kursen oder einfach durch Lesen englischer Zeitungen/Zeitschriften sowie dem aktiven Schauen von Filmen (Untertitel sind sehr hilfreich!) aufzubauen. Während andere Webseiten und Literatur daher eine Wissenschaft aus dem Thema machen und das Augenmerk auf Übungen zur Verbesserung der generellen Sprachfähigkeit legen, soll es hier kurz und prägnant nur um den Test selbst gehen.

Eigentlich zeigt man im IELTS nur, was aufgrund der in Deutschland ja sehr guten Fremdsprachenausbildung in der Schule, bereits vorhanden sein sollte: Gute Englisch-Kenntnisse. Munter drauflos in die Prüfung zu gehen ist aber dennoch nicht ratsam. Die streng formalisierten Tests sollen nämlich auf der ganzen Welt einen einheitlichen Maßstab bieten und es liegt auf der Hand, dass die in Deutschland aus der Schule gewohnte Form der schriftlichen Prüfungen – wie das Verfassen von Interpretationen und Analysen – diesem nur bedingt ähnelt. Die starre Form der Tests ist zwar einerseits ein Nachteil, kann aber gleichzeitig als großer Vorteil genutzt werden. Denn wenn immer genau feststeht, was geprüft wird, steht auch fest, was eben nicht geprüft werden kann.

Testaufbau

Die Gliederung des IELTS ist immer gleich und sieht wie folgt aus:

  1. Listening: Es gibt vier Teile mit jeweils 10 Fragen und die zeitliche Dauer beträgt etwa 30 Minuten. Am Ende gibt es 10 zusätzliche Minuten, um die Antworten in das Answer Sheet zu übertragen.
  2. Reading: Der Leseverständnis-Teil enthält drei Texte mit insgesamt wieder 40 Fragen. Hierfür werden genau 60 Minuten eingeräumt.
  3. Writing: Zwei Aufgaben zur Textproduktion. Diese sind im Verhältnis 1/3 zu 2/3 gewichtet, woran sich auch die Aufteilung der 60 Minuten Bearbeitungszeit orientieren sollte.
  4. Speaking: Dieser wird in Gesprächen zwischen jeweils einem Prüfer und einem Kandidaten in ca. 11-14 Minuten Dauer durchgeführt. Während die ersten drei Abschnitte des Tests am Stück durchgeführt werden, ist dieser letzte Part zeitlich etwas abgekoppelt. Die Termine werden vom Prüfungszentrum an die Teilnehmer individuell vergeben.

Die wichtigste Information ist, dass die Gesamtnote („Overall Band Score“) ein Mittelwert der vier Einzelnoten ist. Es wird zu Gunsten des Kandidaten auf die in 0,5er Schritten von 0 bis 9.0 vergebenen Scores aufgerundet, das heißt ein arithmetisches Mittel, welches beispielsweise zwischen 6,25 und 6,74 liegt, ergibt eine 6,5.

These 1: Eine Gute Vorbereitung ist zeitlich und inhaltlich eng begrenzt

Niemand – vor Allem nicht Studenten – macht den Test freiwillig oder weil es eine zusätzliche Qualifikation darstellt. Es handelt sich meist nur um eine formale Notwendigkeit. Da der Lerneffekt und der Nutzen also begrenzt ist, sollte es auch die Vorbereitung sein. Konkret heißt dies eins: Sowohl der Schreib- als auch der Sprechpart des Tests sind sprachkreativ, und stellen gewissermaßen die Königsdisziplin des Beherrschens einer Fremdsprache dar (Natürlich ist das Ziel jeder Sprache, damit zu kommunizieren! Aber hier geht es ja wie gesagt nicht um die Sprache, sondern nur um das Erreichen der nötigen Punktzahl im IELTS!). Ich behaupte daher, dass eine Verbesserung in diesem Bereich nur langsam (Aufbau von Wortschatz und Idiomen) und mit viel Zeitaufwand möglich ist.

Die gute Nachricht ist, dass die anderen 50% des IELTS-Scores über die „analytischen“ Teile des Lese- und Hörverständnisses zu Stande kommen. Hier lassen sich auch die größten Erfolge mit dem geringsten Einsatz bezüglich des Gesamtscores erzielen. Warum ist das so? Da keine kreative Leistung gefordert wird, werden die Teilnehmer unweigerlich in ihren Fähigkeiten begrenzt und auch ein Kandidat ohne exzellente Fähigkeiten der natürlichen Sprachverwendung (wie z. B. durch längere Aufenthalte in den entsprechenden Ländern erwerbbar) bekommt eine Chance. Gefordert wird in dieser Phase des Tests im Wesentlichen Konzentrationsvermögen und analytisches Denken. Letzteres ist eine Grundfrage und Arbeitshaltung, ersteres jedoch lässt sich durch Kenntnis der Abläufe im Vorhinein beeinflussen…

These 2: Kenne den Testaufbau und du kennst den Test

Natürlich wird niemand (außer den zur Verschwiegenheit verpflichteten Mitarbeitern….) vorhersagen können, welche Texte gefragt werden. Dies spielt aber auch gar keine Rolle, wenn man die markanten Eigenheiten kennt und verinnerlicht hat. In loser Folge einige dieser Fakten:

These 3: Übung macht den Meister

Die Theorie des vorherigen Abschnittes zu kennen ist das eine, besser ist es jedoch, diese anhand einiger Praxisbeispiele selbst zu erfahren. Daher der ausdrückliche Rat, übt mit echten IELTS Aufgaben. Das Üben mit „ähnlichen“ Aufgaben aus Büchern etc. würde ich mir – man beachte These 1 – hingegen sparen. Einige Links hierzu:

http://www.oup.com/elt/global/products/ielts/masterclass/a_practice_test/ –  Kompletter IELTS Test

http://www.britishcouncil.org/professionals-exams-ielts-reading-exam-home.htm – Zwei Reading-Passagen mit jeweils drei Texten

http://www.britishcouncil.org/professionals-exams-ielts-listening-intro.htm – Zwei Listening-Passagen mit jeweils vier Hörbeispielen


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